Nun musste am 2. Tag gleich richtig losgearbeitet werden, damit zur Präsentation alles fertig wird. Die Schülerinnen und Schüler haben sich zu nervenden Problemen an der Schule positioniert und an Lösungsideen getüftelt. Es sollten folgende Dinge entstehen:

  • Einchecksystem gegen Zuspätkommer
    Mit einer Karte bzw. einem RFID-Chip checkt der Schüler ein. Das System mit dem Arduino erkennt die Nummer und funkt die Information an einen Server, der die Daten erfasst, mit der richtigen Zeit vergleicht und dann das Ergebnis zurück funkt und über den Arduino die Tür öffnen lässt. Im Hintergrund wird also gespeichert, wer wie oft und wie viel zu spät kommt. Das war eine knifflige Aufgabe, wo es bis zum Schluss an Details etwas hakte. Aber: Gut gemacht.

    Verkabeln und programmieren ...

    ... im Gehäuse "verpacken" ....

    ... sowie Funkstrecke aufbauen und Datenbank ansprechen. Knifflig!
    Erstaunlich, dass das Problem des Zuspätkommens einiger Schüler auch die Mitschüler richtig nervt! Gut so. Tun wir gemeinsam was dagegen, damit die Lernstimmung gut bleibt bzw. besser wird.
  • Wasserspender
    Wo bekommt man als durstiger Schüler was zu trinken her? Ein Wasserspender wäre toll. Becher rein, Knopfdruck und schon füllt sich der Becher. Für´s Auge noch ein paar LED mit Farbwechsel dazu ... Da hatte die Gruppe ordentlich zu tun. Gehäusebau, Pumpe mit Motortreiber an den Arduino, der auf Tastendruck alles startet und noch die 11 LED einzeln mit unterschiedlichen Farben "bespielt". Knifflig, aber gelungen. Kam bei der Präsentation gut an.

    Pumpe mit Kabel versehen ... und dann einbauen.

    Das Gehäuse ist auch schick geworden.

    Das Gesamtergebnis konnte sich doch sehen lassen. Pappmodell und fertiger Prototyp
  • Anzeigetafel "Wo ist welcher Lehrer"
    Man soll einen Zettel abgeben oder hat eine Frage. Wo ist der Lehrer bloß? Im Unterricht, zur Aufsicht oder gar nicht im Haus. Eine Anzeige, wo man auf Knopfdruck die richtige Information bekommt, wäre toll. Ein Prototyp entstand mit 4 Beispielknöpfen, über die der Arduino Uno die Information für den "gedrückten Lehrer" abfragt und auf einem Display ausgibt. Kleines Gimmick: Die Hintergrundfarbe des Displays ist grün (erreichbar), gelb (mal sehen) oder rot (nicht im Haus). Pfiffige Idee. In der Praxis müsste da eine Datenbank mit dem Vertretungsplan hinterlegt werden und das Gerät benötigt ca. 30 Taster. Oder gleich ein Touchscreen ... Man kann die Schülerideen aber weiterentwickeln und nach Lösungen suchen. Super.

    Gehäusebau mit Lasercutter. Neu an unserer Schule und funktioniert (endlich).

  • Mülltrennung
    Es gibt zuviel Müll und der wird schlecht getrennt. Das nervt nicht nur unseren Hausmeister Herrn Richter, sondern auch viele Schüler (andere sind da recht achtlos ...). Kann man da was tun? Ein Mülleimer in jedem Zimmer müsste her, dem man den Müll vor eine Kamera hält und der je nach Einordnung erkennt: Papier - Plastik - Bio - Restmüll. Erst dann öffnet sich die Klappe. Gesagt getan. KI mit Bildern trainiert und auf einem Raspberry Pi ein System installiert, welches mit einer angeschlossenen Webcam den Müll erkennt und einordnet. Das Signal geht dann per Kabel an den Arduino, der mit einem Schrittmotor die Klappe des Mülleimers öffnet oder eben nicht. Dazu ein Display und ein Piepser mit an den Arduino dran, welches optisch und akustisch die Entscheidung meldet. Da war der Gehäusebau auch eine Herausforderung. Alles wurde gut bewältigt. Das Projekt in der Praxis wäre noch aufwändiger, da in jedes Zimmer 4 solche Eimer hingestellt werden müssten. Vielleicht versuchen mehr Schüler in Zukunft, das Thema Mülltrennung sorgsamer zu betrachten. Menschliche Intelligenz ergänzt KI? Das wäre doch was, oder?

    Papier vor die Kamera ..... 

    .... richtiger Eimer und die Klappe geht auf. Das Display oben rechts zeigt ein lächelndes Kätzchen.
    Viel Aufwand beim Gehäusebau und beim Programmieren. 

DANKE!

Wir bedanken uns bei Cheforganisatorin Frau Krauße vom LJBW und den Mentoren Steffi, Marlene und Paul, die unseren Schülern stets mit Rat und Tat zur Seite standen. Frau Schremmer und Herr Dreyer betreuten das Projekt von der Schulseite und halfen im Werkraum bzw. PC-Kabinett mit Werkzeug, Passwörtern und Material. Hausmeister Herr Richter räumte prima den Gang ein und die 10c opferte ihr Zimmer und räumte die Tische hin und her. Dass dann noch Herr Seifert kurzfristig einsprang, war super. Vielen Dank also an alle, die die gelungene Veranstaltung ermöglichten. 

Abschlusspräsentation

Mitschüler, Schulleitung und Frau Plischke, Lehrer und Sozialarbeiter betrachten interessiert die Ergebnisse der Gruppen und ließen sich erklären, wie gearbeitet wurde und wie der Prototyp funktioniert. Toll, dass auch Herr Schellenberger als Geschäftsführer des LJBW den Weg an unsere Schule fand und sich von den Ergebnissen unserer Schüler beeindruckt zeigte. Es war wirklich ein sehr gutes Arbeiten über die zwei Tage, was auch Herrn Dreyer sehr freute. Tolle Hackdays, die vielleicht ein paar Teilnehmer mehr verdient hätten. 
Abschließend gab es für die Schüler das Teilnahmezertifikat. Vielleicht ist es mal ein Türöffner bei einer Bewerbung und es gibt natürlich für das Projekt die M.I.T.-Punkte. Wer Lust hat, kann (kostenfrei!) die kommenden Veranstaltungen in Zeitz oder Berlin besuchen. Ein tolles Angebot, für 3 Tage (Fr - So) mit Gleichgesinnten zu tüfteln, zu basteln und Spaß haben. Da sollten unsere Teilnehmer ruhig mit den Eltern sprechen. Wir als Schule unterstützen es gern.

Schulleiterin Frau Mohaupt bekommt den Wasserspender erklärt.

Dies und Das

Zur verdienten Mittagspause gab es auf dem Schulhof bei schönem Wetter gemeinsames Pizzaessen. Gehört für "Maker" ja auch dazu. 

Kleine Galerie der Präsentation

Kleine Galerie der Arbeit an Tag 2

Kleine Galerie des Tages. Dies und Das:

Über uns

Wir sind eine relativ kleine Oberschule mit 14 Klassen in einem schönen Altbau von 1889 im Dresdner Stadtteil Pieschen. Mit dem Start des Schulversuchs im Jahr 2007 wurde das 1994/1995 teilsanierte Gebäude nach einer zeitweisen Schließung als Gemeinschaftsschule zum Leben erweckt. Gut 30 Lehrkräfte kümmern sich neben Sozialarbeitern sowie technischen Kräften um knapp 380 Schülerinnen und Schüler. 2011 wurde der Schulhof erneuert, seit 2012 gibt es in jedem Klassenzimmer Internet. Seit 2014 sind wir MINT-freundliche Schule, seit 2018 auch digitale Schule.

Mehr über uns hier: Wir stellen uns vor


Oberschule Pieschen
Schule mit besonderem pädagogischem Profil / (2007-2016 Schulversuch Gemeinschaftsschule)
Robert-Matzke-Str. 14
01127 Dresden
Deutschland

 

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